Leistungen im Fall von Arbeitsunfällen

Leistungen im Fall von Arbeitsunfällen/Behinderungen

Arbeitsunfälle (Verletzungen) und Erkrankungen sind nach dem Sozialversicherungsgesetz abgesichert. Unfälle auf dem Weg von und zur Arbeit sind über die Unfallversicherung abgesichert. Arbeitgeber sind verpflichtet, vorbeugende Maßnahmen durchzuführen, um Arbeitnehmer gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu schützen.

Die temporäre Invalidenrente wird in der gleichen Höhe ausgezahlt, wie das Krankengeld und wird so lange gezahlt, bis beim Arbeitnehmer eine dauerhafte Behinderung festgestellt wird. Die dauerhafte oder Teilinvalidenrente ist abhängig von der Bemessungsgrundlage, die nach dem letzten Durchschnittslohn des versicherten Arbeitnehmers berechnet wird, bevor die Behinderung begann.

Im Fall einer dauerhaften Behinderung (wenn ein Arbeitnehmer 100 % seiner Arbeitsfähigkeit verloren hat), werden 66,6 % der Bemessungsgrundlage ausgezahlt. Eine proportional reduzierte Leistung für Dauerinvalidität wird bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 20 % gezahlt. Die Leistung für eine teilweise Dauerteilinvalidität (als Zusatzleistung bezeichnet) beträgt 20 % der Leistung für eine Dauerinvalidität für den Verlust von 50-70 % der Arbeitsfähigkeit und 50 % der ständigen Invaliditätsleistung, wenn der Verlust der Arbeitsfähigkeit mehr als 70 % beträgt. Wenn der versicherte Arbeitnehmer mindestens 50 % seiner Arbeitsfähigkeit eingebüßt hat, erhält er 10 % der Gesamterwerbsunfähigkeitsrente für jedes Kind unter 18 Jahren (27 Jahre für Studenten und unbegrenzt für behinderte Kinder) ausgezahlt. Die Gesamterwerbsunfähigkeitsrente, die Zusatzrente einschließlich der Familienzuschläge darf 100 % der Bemessungsgrundlage nicht überschreiten.

Der Ehegatte oder eingetragene Lebenspartner eines Versicherten, der als Folge von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten stirbt, hat Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente. Die Hinterbliebenenrente beträgt 40 % der Bemessungsgrundlage, wenn der Ehepartner das Alter von 60 Jahren (65 Jahre für Witwer) erreicht hat oder mindestens zu 50 % arbeitsunfähig ist. Wenn die oben genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind, beträgt die Hinterbliebenenrente 20 % der Bemessungsgrundlage. Waisen bis zum Alter von 18 Jahren (27 Jahre für Studenten oder unbegrenzt für Behinderte) können 20 % der Gesamterwerbsunfähigkeitsrente erhalten, während Vollwaisen 30 % der Bemessungsgrundlage erhalten müssen. Die Höchstrente für alle Begünstigten überschreitet nicht 80 % der Grundlage für die Rentenberechnung der verstorbenen Person.

Den Angehörigen wird ebenso ein Zuschuss zu den Beerdigungskosten gewährt, wenn der Tod durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit verursacht wurde.

 

Quellen:  §172-220 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (Amtsblatt Nr. 189/1955)

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